Werther ist eine attraktive Stadt mit einem historisch gewachsenen, weithin restaurierten Stadtkern. Seine Neubaugebiete sind dem Landschaftsbild angepasst und behutsam erschlossen worden. Der Anschluss an die Stadt ist gewahrt und die Gebiete sind in sich geschlossen. Außerdem sind ökologische Innovationen (z.B. Niedrigenergiehäuser) erfolgreich eingeführt und inzwischen breit angenommen worden. Die Struktur der Wohnversorgung zwischen Mietwohnungen und Eigentum ist ausgeglichen und bedarfsgerecht. Seniorengerechte Wohnungen sind zentral in der Stadt gebaut worden. Die Verkehrswege in den Wohngebieten sind auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Rad- und Autofahrer, aber auch spielende Kinder) ausgerichtet und mit entsprechenden Vorkehrungen (Geschwindigkeitsbegrenzungen, Warnschildern, Markierungen, Schwellen) weithin gesichert.
Was erreicht ist:
- Das Stadtbild Werthers konnte erhalten und der Stadtkern durch den Bau der Schäperkötterpassage, die Sanierung des Wallbaumschen Hauses und den Neubau am Alten Markt noch attraktiver gestaltet werden.
- Die Nachfrage nach (bezahlbarem) Baugrund und der Zuzug nach Werther halten an. In den letzten fünf Jahren sind die Wohnbaugebiete Jacobiweg und Nordstraße/Käppkenstraße (Sonnenweg, Hohlweg) entstanden.
- Im Stadtzentrum sind zwei Wohnanlagen mit seniorengerechten Wohnungen entstanden.
- Die ökologischen Standards sind weiter entwickelt worden und werden nach wie vor in den Kaufverträgen über die Bebauungspläne hinaus festgeschrieben und sind weithin anerkannt.
- Der Schwarzbach wird renaturiert; die Kleinbahnbrücke ist saniert.
Was wir wollen:
- Eine behutsame und nachhaltige Stadtentwicklung soll die erreichte Balance, die ökologischen Standards sowie die Attraktivität Werthers sichern. Neuen Anforderungen wie der demografischen Entwicklung ist Rechnung zu tragen. Der Stadtkern Werthers ist zu sichern, besonders dort, wo Leerstände bestehen oder drohen.
- Es sollen Konzepte entwickelt werden, die die besondere Wohnqualität Werthers als Stadt im Grünen mit guter Infrastruktur herausstellen, um Leerstände zu vermeiden und die Vermarktungschancen zu erhöhen.
- Für die weitere Bebauung sollen vorrangig Freiflächen genutzt werden.
- Älterer Wohnungsbestand soll saniert und sowohl für den privaten wie den sozialen Wohnungsbau genutzt werden. Dabei sollen Wohnungen generationengerecht gestaltet werden, also für junge Familien, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen. Das Programm „Wohnung statt Heim" des Bundes sollte auch in Werther Anwendung finden.
- Ökologisch ausgerichtete und preiswerte Wohnungsbauprojekte sollen unterstützt werden.
- Neue Bebauungsgebiete sollen nur dann ausgewiesen werden, wenn die Stadt den öffentlichen Bedarf feststellt und ihr die Vermarktung obliegt.
- Die erreichten ökologischen Standards beim Wohnungsbau sollen beibehalten und sinnvoll weiterentwickelt werden.
- Eine flächendeckende Versorgung mit leistungsfähigen Kommunikationstechnologien soll auch in den Ortsteilen vorangetrieben werden.
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